• HC Andelfingen – Pfader Neuhausen 21:31 (10:12)

    Mit Machtdemonstration in die Finalrunde

    Die Pfader Neuhausen gewannen am Samstagabend in der 1. Liga die alles entscheidende Partie gegen den HC Andelfingen deutlich mit 31:21 (12:10). Damit stehen sie erstmals seit geraumer Zeit in der Finalrunde.

    «Es wäre schön, mal nicht gegen den Abstieg spielen zu müssen», meinte Ex-Pfader-Präsident Nik Schenk unmittelbar vor der Partie in der prallvollen Andelfinger Sporthalle. Sein Wunsch wurde erhört, die Neuhauser liessen die Gastgeber im Spiel um Tabellenrang Eins nur in der ersten Halbzeit mitspielen. Dabei haben die Pfader zurzeit mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Trainer Roman Schudel holt auf das wegweisende Spiel unter anderem Michael Burri zurück, der alle seine vier Wurfversuche verwandelte. «Er hat nur ein-, zweimal mit uns trainiert. Doch es hat sich gelohnt», freute sich Pfader-Trainer Schudel nach Spielschluss. Mit Ismail Erni holte Schudel einen weiteren Routinier zurück, zudem stiess auch der angeschlagene Jan Leu zurück ins Team. Improvisieren musste Schudel dennoch: Im rechten Rückraum trat Benjamin Tecleab an, der normalerweise auf Linksaussen agiert. Die erste Halbzeit war ein stetes Auf und Ab, wobei die von SRF-Sportmoderator Paddy Kälin – der mit Herz und Seele an der Seitenlinie stand und zeigte, dass er durchaus auch mal laut werden kann – und Ex-Nationalspieler Marko Vukelic trainierten Andelfinger etwas mehr offensive Durchschlagskraft zu haben schienen und auf 6:4 vorlegten. Dann aber zogen die Neuhauser Gäste ein Abwehrbollwerk auf, das sie bis zuletzt nicht mehr aufgaben. Bis zur 28. Spielminute zog die Mannschaft um Trainer Roman Schudel auf 12:7 davon. Etwas unnötig dann aber, dass man den Andelfingern noch zwei Treffer gewährte und sie mit einem umstrittenen Treffer zum Pausenpfiff auf 10:12 verkürzen konnten. Sechs Treffer in Folge War es in der ersten Halbzeit noch Charlot Klieber, der den Neuhausern im Tor den Rücken unter anderem mit zwei gehaltenen Penaltys freihielt, so sorgte im zweiten Umgang Lukas Müller für die Paraden im Gehäuse der Gäste aus Neuhausen. Müllers Abwehrquote von 45 Prozent war wegweisend, dass die Neuhauser Führung nie mehr in Bedrängnis geriet. Unmittelbar nach der Pause liessen die Pfader sechs Treffer in Serie folgen und stellten das Skore auf 18:11. Die Andelfinger konnten darauf nicht mehr reagieren, eine Aufholjagd in den verbleibenden 20 Minuten blieb aus. «Eigentlich war schon die erste Halbzeit nicht schlecht, nur haderten wir dort noch mit den Details. In der zweiten Hälfte machten wir das besser», analysierte Pfader-Trainer Schudel nach Spielschluss, der die verbesserte Abwehr, die genutzten Überzahlsituationen und die Tore über die zweite Welle besonders hervorhob. Flügelspieler Jonas Schenk sorgte mit einem Doppelpack für das 31:21 und damit für den erfreulichen Schlusspunkt der Partie. Die Neuhauser dürfen dank dem Sieg erstmals seit langer Zeit wieder in der Finalrunde antreten. «Das ist unglaublich schön für uns und der Lohn, für die viele Zeit, die wir in das Training investieren», so ein glücklicher Trainer Schudel, für den der Traum vom Aufstieg in die Nationalliga B trotzdem noch weit weg ist: «Wir müssen jetzt Spiel für Spiel nehmen, bislang wechselten sich Sieg und Niederlage stets ab in unserer Saison. Mit so einer Leistung wie heute ist aber sicher vieles möglich», so Schudel.

    Schaffhauser Nachrichten, 16.12.2019 / Philipp Hagen