• Pfader Neuhausen – HC Arbon 25:25 (12:13)

    Der 1.-Ligist Pfader Neuhausen darf weiterhin auf einen Platz in der Finalrunde hoffen. Gegen das zweitplatzierte Arbon resultierte ein 25:25-Unentschieden.

    Charlot Kliebers letzte Parade war die wichtigste der gesamten Partie: Sekunden vor der Schlusssirene stoppte der Torhüter den letzten Angriffsversuch Arbons – und sicherte den Pfadern aus Neuhausen das 25:25-Unentschieden. Mit dem Punktgewinn nährten die Gastgeber in ihrem Handball-Exil BBC-Arena die Hoffnung auf die Finalrundenqualifikation. Gegen Aarbon kippte das Momentum im Verlauf der Begegnung unzählige Male. Weder die eine noch die andere Seite konnte sich während der gesamten 60 Minuten mit mehr als drei Toren Differenz absetzen. Neuhausen bekam zuerst Zugriff auf die Partie, erarbeitete sich 5:3-, 8:5- und 11:8-Führungen. Oft wurde Aaron Leu gesucht, mit neun Treffern erfolgreichster Werfer bei den Pfadern. Trotzdem bekamen die Thurgauer nach und nach Auftrieb.

    Je länger die erste Halbzeit dauerte, desto mehr drückten sie ihr den Stempel auf. Und plötzlich stand es 11:11. 25 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt ab- solviert und der Match wieder offen. «Es war einmal mehr eine Willensleistung unsererseits», versuchte Trainer Roman Schudel das Gesehene im Nachgang einzuordnen. Denn die Pfader Neuhausen kamen nach dem 12:13-Pausenrückstand eindrucksvoll zurück. Trotz dünner Personaldecke kämpften sie und feierten beim 16:14-Zwischenstand ihre Wiederauferstehung. Mit einer Abwehrquote von sagenhaften 42 Prozent war ihnen Charlot Klieber ein sicherer Rückhalt zwischen den Pfosten. Vor allem nach dem Seitenwechsel drehte er mächtig auf, brachte Arbons Angreifer mehrfach zur Verzweiflung. Doch es passte zu diesem dramatischen, unterhaltsamen und spannenden Spiel, dass sich die Thurgauer wiederum zurückmeldeten. Mit den früheren Profis Vedran Banic und Christoph Pieske in ihren Reihen legten sie rund eine Minute vor dem Ende vor. Und ausgerechnet Pieske hatte reüssiert.

    Neuhausen standen Augenblicke voller Bangen und Hoffen bevor. Würde es zumindest für einen Zähler reichen? Ja, das tat es. Jonas Schenk traf 25 Sekunden vor Schluss. Für einen Thurgauer Versuch reichte es noch, doch in diesem Augenblick schlug Kliebers grosse Stunde. Für die Pfader kommt es nun am kommenden Samstag in Andelfingen (Sporthalle, 18.00 Uhr) zum Showdown. «Wir konzentrieren uns auf dieses nächste Spiel und versuchen alles, um zu gewinnen», sagte Trainer Roman Schudel. Andelfingen und die Pfader Neuhausen haben vor der letzten Runde beide 14 Zähler auf ihrem Konto saldiert – bei besserer Tordifferenz für die Weinländer. Wer gewinnt, steht in der Finalrunde.

     

    Schaffhauser Nachrichten, 10.12.2019 / Pascal Oesch